"Fliegende Hunde"

Blindenführ- oder andere Assistenzhunde dürfen auf Flugreisen mit an Bord

Wenn Torsten W. mit dem Flugzeug auf Reisen geht, fliegt er nie allein; Xantos begleitet ihn. W. ist blind und Labrador Xantos ist ein ausgebildeter Blindenführhund. Sogenannte Assistenztiere müssen seit 2006 als Begleiter von Menschen mit Behinderung auf Flügen innerhalb Europas kostenfrei von den Airlines mitgenommen werden.

Ein Assistenzhund vor dem Boarding - Foto: Air France

Die Beförderung innerhalb der Kabine regeln die Fluggesellschaften. So erlaubt Eurowings z. B. pro Flug einen Assistenzhund, airberlin höchstens zwei Blindenführhunde pro Flug. Daher empfiehlt es sich, den vierbeinigen Begleiter rechtzeitig bei der Fluggesellschaft anzukündigen. Für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität gelten EU-weit an allen Flughäfen gleiche Qualitätsstandards.

Seltener als den Blindenführhund trifft man an Bord auf sogenannte Emotional Support Animals. Dies sind Tiere, die eine therapeutische Funktion erfüllen, z. B. beruhigend auf Menschen mit psychischen Problemen wirken. In den USA fliegen sogar manchmal ein Zwergpony oder ein Truthahn als emotionale Unterstützung in der Kabine mit.

Hamburg·Flughafen 2016-4