"In Hamburg fühle ich mich pudelwohl"

Hamburg•Flughafen im Gespräch mit HSV-Neuzugang Christian Mathenia

Christian Mathenia ist Neu-Hamburger und zugleich Neu-HSVer. „Hamburg Flughafen“ traf den in Mainz geborenen Torhüter ganz entspannt vor dem Nachmittagstraining im Volksparkstadions (Foto: Sandra Platzer)

Hamburg•Flughafen: Wie fühlt sich ein „Meenzer Jung“ in Hamburg?
Christian Mathenia: Hamburg hat unheimlich viel Charme, hier finde ich mich wieder. Die Menschen sind sehr freundlich und offen, ganz anders, als man es eigentlich erwartet. Südlich von Hamburg heißt es immer, die Norddeutschen seien kühl und zurückgezogen. Das ist aber falsch! Ich fühle mich schon nach wenigen Monaten pudelwohl in Hamburg.

Wo haben Sie Ihre Zelte aufgeschlagen?
CM: Ich wohne im Stadtteil Rotherbaum. Als ich die Wohnung im Internet entdeckte, habe ich sofort zugegriffen. Von hier aus kann ich die ganze Umgebung erkunden: Altona, St. Pauli, das Schanzenviertel, Wedel – es gibt so tolle Facetten und überall unterschiedliche Menschen.

Sind Sie ein echter Stadtmensch?
CM: Nein, eigentlich nicht. Aber in Hamburg passt das dennoch perfekt: Auf der einen Seite ist es eine Millionenstadt, auf der anderen Seite eine grüne Stadt. Das passt gut zu mir und meiner Freundin Julia, denn wir sind gemeinsam hierhergezogen.

Apropos grün: Was sind Ihre Ambitionen auf dem Rasen?
CM: Ich will die perfekte Mischung finden. Als Torwart ist es natürlich mein Ziel, auf dem grünen Rasen zu stehen. Gleichzeitig habe ich gemeinsam mit der Mannschaft Ziele, die wir alle erreichen wollen. René Adler ist ein toller Torwart, wir werden uns gegenseitig zu Höchstleistungen anspornen. Die obere Tabellenhälfte ist das Ziel.

Der HSV reist zu Auswärtsspielen oder ins Trainingslager oft mit dem Flugzeug, Emirates ist Trikotsponsor Ihrer Mannschaft. Fliegen Sie gern?
CM: Als Kind habe ich in Mainz-Hechtsheim gewohnt, da flogen die Jets zum Flughafen Frankfurt oft drüber. Ich reise sehr gern mit dem Flugzeug, am allerliebsten als Tandemspringer mit dem Fallschirm – ich bin ein Adrenalin-Typ.

Christian Mathenia im Gespräch mit Cord Schellenberg im Hamburger Volksparkstation - Foto Sandra Platzer

Wow, das ist mal ein besonderes Hobby. Wenn Sie als Passagier fliegen, wählen Sie Gang oder Fenster?
CM: Immer Fenster! Ich will das Spektakel beim Starten und Landen von oben betrachten. Am Gang sitzen eher diejenigen, die auf die Getränke warten. (lacht)

Was ist Ihr größtes Ziel in Hamburg?
CM: Da gibt es zwei: gesund bleiben und auf dem Rasen für den HSV Tore verhindern.

Und Ihre nächste Reise?
CM: Meine Freundin und ich wollen in die Schweizer Berge fliegen. Bis es soweit ist, arbeite ich auf dem grünen Rasen und schaue immer mal zum Himmel, wenn die Flugzeuge über das Volksparkstadion starten oder landen.

Interview: Cord Schellenberg


Zur Person:
Christian Mathenia wurde am 31. März 1992 in Mainz geboren – deshalb trägt er beim Hamburger Sportverein jetzt das Trikot mit der Nummer 31. Acht Jahre spielte er für die Nachwuchsteams von Mainz 05. Zur Saison 2014/2015 wechselte er zum SV Darmstadt 98, mit dem er in die 1. Bundesliga aufstieg. Der Stammtorhüter der Lilien kam im Sommer 2016 als Nummer zwei hinter René Adler zum HSV

Hamburg·Flughafen 2016-4