Hier trifft Hightech auf Geschichte

Die estnische Hauptstadt Tallinn verbindet historische Atmosphsäre mit moderner Kultur

Der Einfluss unterschiedlicher Herrscher ist auch in Tallinns Architektur spürbar: Das Schloss Kadriorg hat Zar Peter der Große erbaut (Foto: Kadi-Liis Koppel)

Tallinn, das ist alte hanseatische Kaufmannsarchitektur gepaart mit einer bestens erhaltenen mittelalterlichen Altstadt – und kostenfreiem W-LAN für alle. Estland präsentiert sich als eines der internetaffinsten Länder Europas, das gilt natürlich auch für die Hauptstadt des baltischen Staates. Besucher sollten während ihres Aufenthaltes trotzdem unbedingt das berufliche E-Mail-Postfach geschlossen halten! Denn das würde einfach nur von der zauberhaften Stadt am Finnischen Meerbusen mit ihren kleinen kopfsteingepflasterten Gässchen und vielen Attraktionen ablenken.

Da ist zum Beispiel die „Kiek in de Kök“, der mittelalterliche Wehrturm aus dem 15. Jahrhundert, der sogar den Angriffen Iwans des Schrecklichen standhielt und heute ein Museum ist. Ein Café im obersten Stock bietet einen grandiosen Ausblick. Berühmt ist auch der Wehrturm „Dicke Margarethe“ aus dem 16. Jahrhundert. Der ursprüngliche Stadtkern liegt in der Oberstadt auf dem Domberg mit Ordensburg und Domkirche. In der Unterstadt begann dann in der Hansezeit die Blüte des Handels und auch des Handwerks.

Der Rathausplatz in Tallinn - Foto: Ain Avik

Wunderschön ist auch der Park, der das Schloss Kadriorg – erbaut von dem russischen Zaren Peter dem Großen 1718 – umgibt. Anziehungspunkt ist der Schwanenteich, in dessen Nähe es zudem einige Museen zu erkunden gibt.

Dänisch, schwedisch, deutsch, russisch, der Einfluss vieler ist in der Ostseestadt spürbar. Sogar im Namen: denn Tallin, wie sie nach der Eroberung durch den dänischen König Waldemar 1219 genannt wurde, bedeutet im Estnischen so viel wie „Dänische Stadt“ oder „Dänische Burg“. Unter dem Deutschen Orden etablierte sich später der Name Reval, seit 1918 ist die estnische wieder die offizielle Bezeichnung.

Tallinn wartet zudem mit einer vielfältigen kulturellen Landschaft auf – nicht umsonst war es 2011 gemeinsam mit dem finnischen Turku europäische Kulturhauptstadt. Außerdem hat sich eine lebendige Gastronomieszene entwickelt, und wie es sich für eine Hauptstadt gehört, lässt es sich hier auch prima shoppen.

Die estnische Nordica fliegt seit Mai 2017 dreimal pro Woche nach Tallinn. MaL

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