Angie's World: "Walk this Way"

Mit den Helden des Genres auf den Spuren des Hip-Hop in New York

Die Teilnehmer einer Hip-Hop-Tour durch New York City nach einer Lektion Breakdance - in der Mitte: "Angie" (Foto: Oliver Kanehl)

Das Sightseeing in Manhattan ist erledigt und für Shopping-Exzesse kein Platz mehr im Koffer. Jetzt ist die richtige Zeit, sich amerikanischer Kultur – in diesem Fall: Musik – zu widmen. Im Big Apple sind das Rap und Hip-Hop. Von hier aus trat dieser Musikstil Ende der 1970er Jahre seinen Siegeszug um die Welt an und prägt bis heute noch wie kein anderes Genre die Charts.

Gut, dass es „Hush Tours“ gibt, von namhaften Hip-Hop-Pionieren geführte Touren. Grandmaster Caz, MC der ersten Stunde, der mit den Cold Crush Brothers in den 80er Jahren Erfolge feierte, und dreist um seinen Welthit „Rapper’s Delight“ betrogen wurde, nimmt uns mit an die alten Treffpunkte der Gangs in der Bronx und Harlem. Damals waren es No-go-Areas für Besucher, heute sind die Multikulti-Viertel zu Szene-Gegenden geworden.

Grandmaster Caz - hier links - zeigt das Haus in der Bronx, das als Geburtsstätte des Hip-Hop gilt - Foto: Oliver Kanehl

Caz zeigt uns, welche Stromkästen einst angezapft wurden, um die Ghettoblaster zu verstärken für die Straßenpartys. Im Bus wird unterwegs mit allen Teilnehmern zusammen gerappt, und bei einem Zwischenstopp Breakdance auf einem Schulhof geübt. Legendäre Clubs wie das Apollo-Theater dürfen nicht fehlen auf der Reise durch drei Dekaden Hip-Hop-Geschichte. Auch andere Stars wie Kurtis Blow, Rahiem von Furious Five oder Grandmaster Flash haben schon Besucher auf diese unterhaltsame Zeitreise geführt.



Die Künstler erzählen so witzig, wie es nur die „Old School“-Meister des Reimens können. Und das Beste ist: Auch wenn man vorher keinen blassen Dunst von den Hintergründen der Musik hatte, hat man einen Riesenspaß. „Word up!“

hushtours.com


Foto: Oliver Kanehl

Angelika "Angie" Janssen reist beruflich viel durch die Welt. Für Hamburg·Flughafen berichtet sie von ihren persönlichen Lieblingsorten


Hamburg·Flughafen 2017-2