Reportage: Im Einsatz für den Artenschutz

Der Zoll-Spürhund Matz kann verbotene Mitbringsel erschnüffeln

Zollhund Matz mit seinem Frauchen an den Gepäckbändern am Hamburg Airport (Foto: Michael Penner)

Er gilt als unerschrocken und gehorsam, aber auch als energisch, eifrig und intelligent. Sein Arbeitgeber ist das Hauptzollamt Itzehoe, Arbeitsplatz ist Hamburg Airport. Seine offizielle Dienstbezeichnung: „Verwaltungseigener Artenschutzspürhund“. Das ist Matz, ein dreieinhalb Jahre alter Parson Russell Terrier – jüngstes Mitglied im Kreis der vier Zoll-Spürhunde und zuständig für den Artenschutz.

Zollhauptsekretärin Tillschneider und Matz in der Asservatenkammer am Airport - Foto: Michael Penner

Zusammen mit seinem Frauchen, Zollhauptsekretärin Tillschneider, hat Matz Schichtdienst. Die beiden verstehen sich prächtig, auch nach Feierabend. Matz wohnt bei der Zöllnerin zu Hause, nutzt die Freizeit wie andere Hunde auch zum Spielen und Entspannen. Doch im Dienst ist Konzentration gefragt. Meist sind die beiden im Keller unterwegs – dort, wo das Gepäck verladen wird.

Matz mit der feinen Nase - wenn er etwas Unerlaubtes im Reisegepäck entdeckt, hält er inne

„Muscheln, Korallen, Federn, Felle, Kaviar, Seepferdchen, Reptilien, Leder, Nashorn-Horn und Elfenbein – das alles kann Matz problemlos erschnüffeln“, sagt Hundeführerin Tillschneider. Sobald er etwas Verdächtiges entdeckt hat, hält er inne und wartet auf ein kurzes Zeichen seiner Begleiterin.

Zollspürhund Matz in Action - Foto: Michael Penner

Dann gibt’s als Belohnung ein Leckerli. Und wenn ein Arbeitseinsatz beendet ist, darf ausgiebig mit dem Ball gespielt werden. Auf seine Arbeit wurde der Terrier mit Zollhundetrainerin Biehl vorbereitet, die als Zollamtsinspektorin ebenfalls zur Kontrolleinheit am Flughafen gehört. Schon vorher hatte er sechs Wochen Probezeit geschafft und in der Zollhundeschule Unterordnung und Gehorsam gelernt.

Zollamtsrat Jürgen Schulz, Leiter der Kontrolleinheit am Hamburger Flughafen, ist stolz auf Matz: „Abgesehen von dem, was er täglich findet – die vorbeugende Wirkung ist enorm. Denn auch ein Verstoß gegen das Artenschutzgesetz ist kein Kavaliersdelikt!“ WD

Mehr Informationen zum Thema Artenschutz im Urlaub zum Herunterladen: die PDF-Broschüre des Zolls "Artenschutz - Was SIe im Urlaub beachten sollten".

Hamburg·Flughafen 2017-2