Er hat 160.000 Flugzeugfotos im Archiv

Timo Soyke ist Plane Spotter mit eigener Internetplattform für Luftfahrt-Interessierte

Meist ist Timo Soyke mit mehreren Objektiven ausgestattet, wenn er zum Fotografieren an den Hamburger Flughafen kommt,, hier an der Holtkoppel (Foto: Nicole Kuchenbecker)

Timo Soyke ist Plane-Spotter. Der 33-Jährige liebt es, Flugzeuge (engl: planes) zu fotografieren. Doch nicht irgendwie: Das perfekte Foto zeigt die Maschine in einem 90-Grad-Winkel, so dass sie der Länge nach genau im Bild zu sehen ist. Der Name der Fluggesellschaft und die Registrierung sind dabei gut zu erkennen.

Hinter dem Begriff „Spotter“, der aus dem Englischen kommt, verbirgt sich ein Mensch, der gern etwas beobachtet oder fotografiert. Bei Timo Soyke sind dies Flugzeuge. 1991 entdeckte der Norderstedter die Liebe zu dem Hobby, das er geschätzt mit gut 150 anderen Menschen in Hamburg intensiv teilt. Rund 160.000 Flugzeugfotos befinden sich inzwischen in seinem Archiv.

Infos über Landungen gibt es per App

Insgesamt 33 Standorte rund um den Hamburger Flughafen hat der Spotter ausgemacht, von denen aus er alles auf den Kamera-Chip bannt, was Tragflächen hat. Beliebt ist dabei der augenzwinkernd „Affenfelsen“ genannte Platz an der Langenhorner Holtkoppel. Von dort aus hat man einen unverbauten Blick auf die Start- und Landebahnen 15/33 (Norderstedt/Alsterdorf). Weitere ideale Plätze sind die Aussichtsterassen in den Terminals T1 und T2 sowie das Café Himmelsschreiber am Weg beim Jäger. Aber auch Wege und Straßen wie der Bayernweg, Engernweg, Krohnstiegtunnel (direkt darüber) oder Sootbörn eignen sich gut zum Spotten.

Wenn Licht- und Wetterverhältnisse stimmen, macht sich Timo Soyke zu allen Tageszeiten auf den Weg. In seinem Foto-Rucksack hat der Spotter seine Spiegelreflexkamera sowie verschiedene Objektive (z. B. mit einer Brennweite von 18 bis 200 Millimeter oder von 70 bis 300 Millimeter). Dazu kommt ein Reinigungspinsel und ein zweiter Akku. Eine Leiter nimmt der Flugzeugspotter nicht mit, ein Stativ nur dann, wenn die Lichtverhältnisse es erfordern.

Doch auf eines kann er nicht verzichten: sein Mobiltelefon. Denn mit der App Flightradar24 kann er genau verfolgen, welche Maschinen sich im Anflug auf Hamburg befinden. Ein wesentlicher Vorteil beim modernen Spotten – fast alle Starts und Landungen sind heute online abrufbar.

Einige seiner Aufnahmen von seltenen Flugzeugen am Hamburg Airport, zeigt er den Lesern dieser Ausgaben hier.

Eine informative Webseite zum Thema betreibt Timo Soyke auf eddh-airport.de. NK

Hamburg·Flughafen 2017-4