Umfrage: Was bedeutet Nachbarschaft für Sie?

Das sagen die Preisträger des Hamburg Airport Nachbarschaftspreises

39 Projekte aus Hamburg und Schleswig-Holstein haben sich in diesem Jahr beim ersten Nachbarschaftspreis von Hamburg Airport beworben. Bei der feierlichen Zeremonie zur Überreichung der Preise haben wir nachgefragt, was das eigentlich ist: „Nachbarschaft“.

Geborgenheit und Hilfsbereitschaft

Pauline Hammer, Thomas Langfeld, Elena Dick und Eric Tete [v.l.n.r.] vom Projekt „Zweikampfverhalten – Coolnesstraining im Teamsport“

„Nachbarschaft ist Geborgenheit, Hilfsbereitschaft und ein Stück Heimat. Man findet sie da, wo man mit Herzblut dabei ist. Oft muss man nur den ersten Schritt machen. Ich bin dankbar, dass ich persönlich eine gute Nachbarschaft habe“, sagt
Thomas Langfeld, Gründer und Vorstandssprecher von Kids&Friends, Stiftung für Hamburger Kinder (2.v.l.). „In meinem ‚Alles-Laden‘ um die Ecke lasse ich anschreiben und bezahle einmal im Monat. Natürlich gehört der ausführliche Plausch dazu.“


Bereicherung und Austausch

Nadine Neumann-Overholthaus: „Aus Nachbarschaft kann auch Freundschaft entstehen.“

„Idealerweise ist Nachbarschaft ein angenehmes Miteinander, eine Bereicherung, ein Austausch. Es ist eine Vielfalt im Zusammenleben, aus der durchaus auch Freundschaft und Verbundenheit entstehen kann. Es bedeutet aber auch, einen Schritt weiterzugehen und sich gegenseitig zu unterstützen“, findet Nadine Neumann-Overholthaus, Zweite Vorsitzende im Förderverein der KiTa Otto-Hahn-Straße.


Ausgangspunkt für Reisen

Volkert Ruhe, Geschäftsführer „Gefangene helfen Jugendlichen“

„Wir sind in der Nähe zum Airport. Auch, wenn unser Büro in Wandsbek ist, sind wir doch Nachbarn“, sagt Volkert Ruhe, Gründer und Geschäftsführer von „Gefangene helfen Jugendlichen“. Sie besuchen auch das Gefängnis in Hamburg-Fuhlsbüttel, in der Nachbarschaft zum Flughafen. „Wir haben verschiedene Nachbarstandorte in Bremen, Hannover und im Ruhrpott. Und wir reisen viel vom Airport aus.“


Da, wo wir Fußball spielen

Ursula Schwarz reichte das Bewerbervideo des Vereins beim Nachbarschaftspreis ein

„Das ist da, wo unsere Freunde sind und wir Fußball spielen. Ohne unsere Freunde, Fans und Nachbarn wären wir heute nicht bei dieser Preisverleihung. Sie haben uns hierher gebracht. Und natürlich auch Kameramann Torsten Jahnke, mit dem wir das Video für unsere Bewerbung gedreht haben. Die ganze Nachbarschaft hat für uns gevotet“, sagt Ursula Schwarz, TuS Appen, Mutter, Trainerfrau und Betreuerin.


Nachbarschaft ist Ehrenamt

Die Sprecher der Jugendfeuerwehr: Andreas Schnor [l.] und Yanki Sapci

„Nachbarschaft ist Ehrenamt. Und eine wichtige Sache, da viele Einsatzkräfte in direkter Nachbarschaft zur Feuerwache wohnen. Auch gestalten wir viele Events in der Nachbarschaft wie Laternenumzüge, Tannenbaumverkäufe oder auch den Tag der offenen Tür“, sagt Andreas Schnor (16), der zusammen mit Yanki Sapci (17) die Jugendfeuerwehr Hamburg beim Nachbarschaftspreis vertritt.


Auf Mitmenschen eingehen

Sven Fraaß von „Physiotherapien für Tierheimschützlinge“

„Nachbarschaft bedeutet Empathie“, sagt Sven Fraaß vom Projekt „Physiotherapien für Tierheimschützlinge“ des Hamburger Tierschutzvereins von 1841, „und auf Mitmenschen und Mittiere einzugehen.“ Er lobt die Geduld der benachbarten Kleingärtner, die den Lärmpegel des Tierheims liebevoll und geduldig wegstecken.


Hamburg·Flughafen 2018-1