Mit diesem Wissen glänzen Sie

Wir lüften drei Luftfahrt-"Geheimnisse", die nicht jeder kennt

Eine Cockpit-Crew, hier die Brussels-Airlines-Pilotinnen Sofie De Boever (l.) und Lisa Losco, bekommt nie die gleiche Mahlzeit serviert (Foto: Deutsche Lufthansa)

Der Luftverkehr bietet eine Menge Themen. Mit diesem Wissen glänzen Sie in jeder Gesprächsrunde:

Doppelte Sicherheit: niemals das gleiche Essen

Man kennt das aus Hollywoodfilmen, Pilot und Co-Pilot quälen sich nach ihrer Mahlzeit im Cockpit mit Vergiftungserscheinungen, während ihr Flugzeug unkontrolliert in eine ungewisse Zukunft rast. Das hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun, denn die Airlines haben vorgesorgt: Niemals dürfen die beiden wichtigsten Menschen an Bord das gleiche Essen zu sich nehmen. So regeln es jedenfalls interne Betriebsvorschriften. Auch wenn das Catering im Flugzeug nach strengsten Kriterien geprüft wird – in der Luftfahrt ist überall doppelte Sicherheit angesagt.

Erste Namenstaufe mit Willy Brandt

Rund 300 Lufthansa-Flugzeuge tragen die Namen deutscher Städte und Bundesländer in alle Welt – so wie zum Beispiel der auf den Namen „Hamburg“ getaufte Airbus A380. Aber seit wann werden bei der Kranich-Gesellschaft Flugzeuge getauft? „Das war im Sommer 1960, als eine Boeing 707 den Namen ‚Berlin’ erhielt“, weiß Lufthansa-Sprecher Wolfgang Weber. Anlass der Zeremonie vor 58 Jahren mit dem damaligen Regierenden Bürgermeister Willy Brandt war der Start des ersten interkontinentalen Jets. Bis dahin flog man auf der Langstrecke mit viermotorigen Propellerflugzeugen.

Alle acht Tage Reifenwechsel

Nicht mit Luft, wie ein Autoreifen, sondern mit Stickstoff werden Flugzeugreifen gefüllt. Das hat Vorteile: Weil Stickstoff Wärme viel schlechter leitet als Luft, kann sich der Reifen nicht so stark erhitzen. Und sollte einmal ein Reifen platzen, verringert der Stickstoff auch die Brandgefahr. Übrigens: „Je nach Zahl der Starts und Landungen ist durchschnittlich alle acht Tage Reifenwechsel angesagt“, erklärt Thorsten Ortmann, Leiter der Eurowings-Instandhaltung. „Das hängt natürlich mit der starken Belastung zusammen – vor allem mit dem Verschleiß, der bei den Landungen auch durch die unterschiedliche Beschaffenheit der Landebahn entsteht.“ Dann werden die Reifen von Null auf über 200 Stundenkilometer beschleunigt. WD

Hamburg·Flughafen 2018-2