Baustelle: Zwei Drittel sind geschafft!

Bis Frühjahr 2019 ist erst einmal Baupause auf dem Hauptvorfeld

Die Arbeiten an den Fluggastbrücken sind inzwischen beendet, alle 15 sind wieder in Betrieb (Foto: Michael Penner)

Jetzt sind schon zwei Drittel geschafft: Die Erneuerung des rund 330.000 Quadratmeter großen Hauptvorfelds geht zügig voran. Damit stehen pünktlich zu den Sommerferien alle 15 Fluggastbrücken wieder für den Betrieb zur Verfügung. Denn die fünfte von insgesamt zehn Bauphasen war die letzte, die sich direkt an den Terminals befindet. Der Vorteil: Ein Teil des zusätzlichen Passagierbus- und Gepäckverkehrs, der wegen der Baustelle entstanden ist, entfällt. Bevor im Frühjahr 2019 der sechste Abschnitt gestartet wird, ist am Vorfeld 1 erst einmal Baupause. Unterdessen errichtet Hamburg Airport auf dem weiter südwestlich gelegenen Vorfeld 2 ein modernes Interimsgebäude. Es soll genutzt werden, um bei später anstehenden Baumaßnahmen Ersatz für vorübergehend wegfallende Gates zu schaffen.

Der Flughafen bereitet sich auf die Zukunft vor

Dort entstehen sogenannte WiWo-Gates (WiWo = „Walk-in-walk-out“): Beim WiWo-Boarding erreichen die Passagiere die direkt vor dem Gebäude geparkten Flugzeuge fußläufig über das Vorfeld. Die Inbetriebnahme ist für Juli 2019 geplant. Der Bau ist notwendig, damit der Flugbetrieb auch bei den weiteren Arbeiten –unter anderem an der Rückseite der Pier Süd, wo bis 2022 sechs neue Fluggastbrücken entstehen sollen– uneingeschränkt weitergehen kann. Während der Bauarbeiten können bestehende Gates zeitweise nicht genutzt werden. Die Passagiere werden das Übergangsgebäude mit einem Bus-Shuttle erreichen, der regelmäßig zwischen den Hauptterminals und dem Vorfeld 2 pendeln wird. Hamburg Airport investiert rund 30 Millionen Euro in den Bau der sogenannten Shuttlebus-Gates.

Unabhängig davon läuft die grundhafte Erneuerung von Vorfeld 1 weiter: Mit den noch übrigen fünf Bauabschnitten dauern die Arbeiten bis 2020. Insgesamt investiert der Hamburger Flughafen rund 120 Millionen Euro in die Grundinstandsetzung des Hauptvorfeldes. Dabei geht es um sämtliche Leitungen, technische Einrichtungen sowie die Oberfläche. Die Erneuerung ist notwendig, da die Nutzbarkeit der 40 bis 60 Jahre alten Betonflächen auf absehbare Zeit aufgebraucht wäre. Mit der Vorfeld-Erneuerung ordnet Hamburg Airport auch die Linienführung und Beschriftung – das sogenannte Vorfeld-Layout – neu.. So wird der Bodenverkehr schneller und flexibler. Als weitere Innovation erhält das Vorfeld mit den Rollwegen das intelligente Leitsystem „Follow the Greens“: Hierbei weisen in den Boden eingelassene grüne Lichtbänder den Piloten individuell und automatisch den Weg zum Start oder der richtigen Parkposition. Lichter, die im Boden eingelassen sind, erscheinen als dynamisch laufendes Lichtband vor dem rollenden Flugzeug und erlöschen dahinter wieder. WD

Hamburg·Flughafen 2018-3