Hamburger Polizeidirektor wechselt nach Kabul

Dritter Einsatz für Bundespolizist Thomas Seifert in einem Krisengebiet

Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen – so knapp wie treffend kann man den Karriereweg von Thomas Seifert beschreiben. Die große Spanne seines bisherigen Berufslebens wird durch die Orte seines Schaffens deutlich: Hamburg, Kosovo, Libyen und nun Afghanistan.

Thomas Seifert bei seiner offiziellen Verabschiedungsfeier - Foto: Bundespolizei

Der 49-Jährige war zunächst stellvertretender und seit 2015 Inspektionsleiter der Bundespolizei am Hamburg Airport, zweimal unterbrochen für rund einjährige Einsätze bei internationalen Polizeimissionen in Südosteuropa und in Nordafrika. Jetzt geht es an den Hindukusch mit dem Einsatzort Kabul.

Eine innere und äußere Herausforderung

„Ich habe einen Heidenrespekt vor der neuen Aufgabe, denn der Einsatz in Afghanistan ist gefährlich. Mir geht es darum, einen eigenen Beitrag zur Polizeiaufbauarbeit zu leisten“, sagt Thomas Seifert. „Sicherlich werde ich dabei auch geerdet, denn in Kabul herrschen Armut und nahezu Krieg – während zu Hause in Norddeutschland das Paradies ist. Diese innere und äußere Herausforderung nehme ich an.“

Aber auch Privates ist für den Polizeidirektor und Vater zweier Kinder wichtig: Zu seiner Silberhochzeit wird wieder in Hamburg landen. Die regelmäßige Erholung bei der Familie ist bei einem so belastenden Auslandseinsatz ebenso wichtig wie die Mission als solche.

Seiferts Nachfolger als Inspektionsleiter am Flughafen Hamburg ist Dirk Reitmaier. Er war zuvor an der Bundespolizeiakademie in Lübeck als stellvertretender Leiter des Lehrbereiches Aus- und Fortbildung tätig. CS

Hamburg·Flughafen 2018-3