„Sicherheit hat jederzeit Priorität“

Drei Fragen zum Thema Schallschutz an Axel Schmidt, Leiter Umwelt am Hamburg Airport

Axel Schmidt vor der 2001 in Betrieb genommenen Lärmschutzhalle (Foto: Michael Penner)

Wie behält Hamburg Airport die Lärmemmissionen „im Auge“?
In der Umgebung des Flughafens haben wir 13 feste Messstellen aufgestellt, mit denen wir die Schalldruckpegel durch die Überflüge ständig messen, auswerten und kommunizieren. Zudem gibt es nun vier mobile Messstellen, die wir je nach Bedarf an unterschiedlichen Standorten platzieren können. Alle Messergebnisse sind im Informations-Portal Travis öffentlich einsehbar. Wir berücksichtigen zusätzlich bei unseren Aktivitäten, aktiv Lärm zu reduzieren, die Wahrnehmung unserer Flughafennachbarn. Ein Beispiel dafür ist die Empfehlung an die Airlines, auf das sogenannte Flachstartverfahren zu verzichten. Diese wurde ins Luftfahrthandbuch (Regelwerk für die Luftfahrt) aufgenommen. Die Berücksichtigung beim Lärmzuschlag durch technische Verbesserungen an den Triebwerken oder Konstruktionsteilen unterstützen den Einsatz weniger lauten Fluggerätes hier in Hamburg.

Warum starten und landen von Zeit zu Zeit vorübergehend mehr Flüge über die Innenstadt?
Bei der Wahl der zu benutzenden Start- und Landebahn berücksichtigt die Deutsche Flugsicherung (DFS) verschiedene Faktoren. Grundsätzlich sollen die Flüge möglichst über das Gebiet mit der geringsten Bevölkerungsdichte starten und landen. Unter bestimmten Umständen können zeitweise vermehrte Flüge über das Stadtgebiet jedoch nicht vermieden werden – zum Beispiel wenn bestimmte Wetterbedingungen vorherrschen oder Wartungsarbeiten an den Start- und Landebahnen stattfinden. Die Sicherheit im Luftverkehr hat jederzeit höchste Priorität.

Wie können die Anwohner/-innen an den Lärmschutzprogrammen teilnehmen?
Wir haben bisher über 40 Millionen Euro investiert, um bei unseren Flughafen-Nachbarn Schallschutzfenster und Schalldämmlüfter einzubauen. Aktuell laufen zwei Lärmschutzprogramme, die Eigentümer, aber auch Mieter über ihre Eigentümer, nutzen können, die in bestimmten Lärmschutzzonen in den Einflugschneisen wohnen. Alle wichtigen Informationen und Ansprechpartner finden interessierte Anwohnerinnen und Anwohner auf der Flughafen-Website.

Alle wichtigen Informationen und Ansprechpartner: hamburg-airport.de/de/laermschutzprogramm

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Schallschutz im Überblick hier.

Hamburg·Flughafen 2018-3