"Wir kaufen den Bedarf einer Stadt"

Bei den Einkäufern am Airport sind Genauigkeit und Transparenz gefragt

Grischa Reents (l.), Erik Rabenberg und Petra Wulff vom Zentraleinkauf des Hamburger Flughafens

Was macht eigentlich ein Einkäufer am Flughafen? Geht er gemütlich in den vielen attraktiven Läden shoppen? Erik Rabenberg schmunzelt. „Was die mehr als 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in meinem Team einkaufen, würde kaum in eine Tasche passen. Wir kaufen quasi den Bedarf einer Stadt“, sagt der Leiter des Zentraleinkaufs am Hamburg Airport. „Das reicht vom Kugelschreiber über den Strombedarf , Busse, Marketing- und Beraterleistungen bis zu kompletten Gebäuden samt Ausstattung.“ Die „Stadt“ – das ist der Flughafen. „Natürlich kommt vieles hinzu, was über den Bedarf einer Stadt hinausgeht“, ergänzt seine Vertreterin Petra Wulff. „Zum Beispiel die Landebahnbefeuerung, Fluggastbrücken oder die riesigen Spezial-Löschfahrzeuge der Feuerwehr.“

Nichts am Airport wird beschafft, was nicht über die Schreibtische des Einkaufsteams geht. „Mit allen Fachbereichen im Unternehmen und den Tochterfirmen arbeiten wir partnerschaftlich zusammen, um rechtssicher und zu vernünftigen Preisen die besten Lösungen zu finden, wenn es etwas zu beschaffen gilt“, sagt Erik Rabenberg.

Vom Kugelschreiber bis zum Passagierbus

Selbst der Flughafenchef muss den Einkauf einschalten, wenn etwas bestellt werden muss. „Mehr noch als ein privates Unternehmen müssen wir bei Ausschreibungen die umfangreichen Vorschriften in Sachen Transparenz erfüllen“, erläutert der Einkaufsleiter. Vor allem aber kommt es darauf an, dass Kriterien wie Leistung, Qualität und natürlich der Preis stimmen – und das alles unter Berücksichtigung der neuesten Vergaberegeln.

Für große Herausforderungen haben in den vergangenen Monaten und Jahren die verschiedenen Baumaßnahmen am Airport gesorgt: das Behördengebäude, der Bau für die Bodenverkehrsdienste und vor allem die Grunderneuerung des Vorfeldes mit einem Investitionsvolumen von rund 120 Millionen Euro. Grischa Reents (39), Teamleiter für den Einkauf Bauleistungen ist seit sechs Jahren dabei. Nach seinem Studium zum Betriebswirt hat er einige Jahre später Architektur studiert – eine gute Voraussetzung, um angebotene Leistungen fachkundig zu beurteilen. „Die Aufgabe hat mich von Anfang an gereizt“, sagt Grischa Reents. „Sie ist unglaublich vielseitig. Vor allem ist es interessant, täglich Neues dazuzulernen, ständig auf dem aktuellen Stand der Technik zu bleiben und mit unterschiedlichen Menschen zu tun zu haben.“ WD


Mitarbeiter für den Einkauf gesucht:

Die vielen, zum Teil hochkomplexen Baumaßnamen sind auch der Grund, warum sich das Team weiter vergrößern wird: In den nächsten Monaten werden fünf weitere Mitarbeiter/innen für verschiedene Positionen im Baueinkauf gesucht.
hamburg-airport.de/de/karriere


Hamburg·Flughafen 2018-3