Nach einem Jahr: willkommen zu Hause

Austauschschüler kehren aus den USA zurück - freudiges Wiedersehen am Airport

Die beiden Austauschschüler Luca Heinichen (l.) und Mats Butzke sind zurück (Foto: Michael Penner)

Sie sind alle versammelt in der Ankunft im Terminal 2 am Hamburg Airport: Eltern, Geschwister, Freunde. Ausgerüstet mit Ballons, Plakaten und einer riesigen Portion Willkommensfreude schauen sie gebannt auf die sich öffnenden Türen, hinter denen sich die Gepäckausgabe befindet. Gleich werden hier die Jugendlichen herauskommen, die vor fast einem Jahr zum Schüleraustausch in die USA aufgebrochen waren. Unter den Abholern sind auch die Eltern von Luca Heinichen (17), der aus San Diego zurückkehrt. „Wir freuen uns und sind aufgeregt, dass Luca heute wiederkommt. Der Aufenthalt war perfekt für ihn. Er hatte Glück mit seiner Gastfamilie, und wir wussten, es ging ihm gut“, sagt seine Mutter Sandra Heinichen (51).

Die Heimkehrer strahlen

Thorsten und Sandra Heinichen holen ihren Sohn Luca am Hamburg Airport ab - Foto: Penner

Dann tritt Luca durch die Türen, schwer bepackt und strahlend. Der 17-Jährige hat seinen Aufenthalt sichtlich genossen: „Das war mein bestes Jahr bisher! Ich war beeindruckt von der Freundlichkeit der Menschen, habe neue Erfahrungen gesammelt und neue Freunde gefunden. Und ich habe mich auch selbst besser kennengelernt.“ Luca konnte auch seinen Traum verwirklichen, American Football zu spielen: „Das war cool!“ Jetzt freut sich der Schüler darauf, sein Fußballteam und alle seine Freunde zu Hause in Ellerhoop im Kreis Pinneberg wiederzusehen.

Organisiert und betreut hat den Gastaufenthalt die gemeinnützige Schüleraustausch- und Jugendbildungsorganisation AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. Mit ihr war auch Mats Butzke in sein Auslandsjahr an einer High School in der Nähe von San Francisco gestartet.

Uwe und Katrin Butzke mit Mats - Foto: Penner

„Ich hatte eine super Gastfamilie, habe den Grand Canyon gesehen – es war lebensverändernd“, sagt der 17-Jährige nach der ersten großen Umarmung mit seinen Eltern. Sein Vater Uwe Butzke (57) ergänzt: „Mats hat sich in den USA eine tolle Gruppe aufgebaut. Sein ‚Gastbruder‘ war fast gleichaltrig. Ich bin sicher, dass der Kontakt halten wird. Einige Familienmitglieder konnten wir bei ihrem Besuch in Hamburg auch persönlich kennenlernen. Wir freuen uns jetzt auf das, was Mats über seine Erlebnisse berichten wird.“ Was Mats Butzke bei der Begrüßung am Airport noch nicht ahnt: zu Hause in Mühbrook bei Neumünster erwartet ihn eine Überraschungsparty mit Freunden und Familie. SW


Über AFS
AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. ist eine gemeinnützige, ehrenamtlich getragene Organisation, die weltweite Lernerfahrungen anbietet. Bei Auslandsaufenthalten zwischen zwei Wochen und elf Monaten lernen junge Menschen von 13 bis 28 Jahren viel über sich selbst, die Welt und die Gesellschaft. Dabei entdecken sie neue Talente und Interessen, entwickeln wichtige Kompetenzen für die Zukunft und erhalten Unterstützung darin, ihre Berufung zu finden.

Die Welt zu Hause erleben: Weltoffene Hamburger Familien können sich ab September die Welt nach Hause holen, denn über 300 Jugendliche aus der ganzen Welt kommen für ein Schuljahr nach Deutschland, um Land und Kultur kennenzulernen. Gastfamilie kann (fast) jeder werden, egal ob kinderlose Paare, Alleinerziehende oder Regenbogenfamilien. Für einen Zeitraum von 6 Wochen bis zu 11 Monaten suchen die Jugendlichen eine herzliche Gastfamilie in Deutschland, die sie ehrenamtlich aufnimmt. Voraussetzungen sind lediglich ein offenes Herz, Interesse an einem Jugendlichen aus einer fremden Kultur und ein eigenes Bett.


Hamburg·Flughafen 2018-4