Der schmale Streifen im Westen Südamerikas

Abwechslungsreich präsentiert sich Chile seinen Besuchern: von Pisco Sour bis zu Pinguinen

Ein farbenfrohes Spektakel: Die Fiesta de La Tirana im gleichnamigen norchilenischen Dorf ist eines der wichtigsten religiösen Feste (Foto: Sernatur)

Chile wird nachgesagt, eines der europäischsten Länder Südamerikas zu sein. Weshalb, das ist spürbar in der Hauptstadt Santiago de Chile: Mächtige, spanisch geprägte Kolonialbauten wechseln sich ab mit gemütlichen Parkanlagen, in denen sich bei warmen Temperaturen die Bewohner zum Ausspannen, Sporttreiben oder Eis essen tummeln.

Daneben macht sich aber immer wieder bemerkbar, dass man eben doch in Südamerika ist. Beispielsweise auf dem großen Mercado Central mit seinen unzähligen Obst- und Gemüseständen, wo zwischen Bananen und Äpfeln die für europäische Augen und Gaumen doch eher ungewöhnlichen Kaktusfrüchte, Melonenbirnen oder schwarzer Mais liegen. Spannende Museen informieren über die bewegte Geschichte des Landes, z. B. das Museum für Erinnerung und Menschenrechte oder das Museum für Präkolumbianische Kunst. Abends locken dann Santiagos nobles Ausgehviertel, Lastarria, mit seinen kunstvollen Fresken an den Fassaden oder das Szeneviertel Bellavista mit regionaler Küche und dem Nationalgetränk Pisco Sour.

Idealer Ausgangspunkt: Santiago de Chile

Durch seine zentrale Lage ist Santiago de Chile der ideale Ausgangspunkt, um die abwechslungsreichen Regionen des Landes zu entdecken. Aufgrund der langgestreckten, schmalen Form Chiles sind weder die Küste im Westen noch die Anden im Osten jemals weit weg. So lässt sich die bunte Hafenstadt Valparaiso, die aufgrund ihrer Straßenkunst weltberühmt ist, in weniger als zwei Stunden Fahrt erreichen. Naturfreunde machen stattdessen einen Tagesausflug ins nahegelegene Cajon del Maipo. Die kleine Region mitten in den Anden bietet zahlreiche Aktivitäten vom Wandern über Kajakfahren bis zum Rafting.

Wer genügend Zeit mitbringt, macht sich von Santiago aus auf den Weg nach Norden in die Atacama-Wüste, eines der trockensten Gebiete der Erde. Hier erlebt man unvergleichliche Mondlandschaften und einen glasklaren Sternenhimmel. Oder man reist Richtung Süden nach Patagonien. Dieses äußerste Ende des Kontinents, von dem die Antarktis zum Greifen nah ist, wartet mit wunderschönen Berglandschaften und niedlichen Pinguinkolonien auf.

Iberia fliegt elfmal pro Woche von Hamburg nach Madrid und bietet von dort gute Verbindungen Richtung Lateinamerika, wie zum Beispiel nach Santiago de Chile. NG

chile.travel/de, iberia.com

Stand: April 2019

Hamburg·Flughafen 2019-2