Hagenbecks Vierbeiner lieben das Airport-Grün

Seit über 40 Jahren sorgen Flughafen-Mitarbeiter für Elefantenfutter

Jede Menge Frischfutter für die Tiere von Hagenbeck: Gras vom Hamburg Airport (Foto: Penner)

Morgens um halb sieben am Hamburg Airport: Die aufgehende Sonne taucht den Flughafen in ein orangenes Licht, und es riecht schon nach frisch gemähtem Gras. Was zunächst romantisch anmutet, ist ein hartes Stück Arbeit – bringt aber auch gute Laune. Denn die insgesamt sechs Mitarbeiter der Tiefbauunterhaltung, die am Hamburg Airport für Grünpflegearbeiten zuständig sind, sorgen abwechselnd dafür, dass die Bäuche der Bewohner vom Tierpark Hagenbeck gesund gefüllt werden. Ob Antilopen, Bisons, Elefanten oder Kamele – die vierbeinigen Vegetarier aus dem Hamburger Zoo lieben das frische Gras vom Flughafen.

Täglich wird am Flughafen gemäht

Von Mai bis Oktober mäht immer ein Teammitglied jeden Morgen eine Stunde zwischen zwölf und 15 Kubikmeter frisches Gras ab. Denn was nur wenige wissen: „Der Airport verfügt über eine der größten zusammenhängenden Grünflächen Hamburgs – sie entspricht mehr als 400 Fußballfeldern. In einigen Bereichen der Start- und Landebahnen müssen die insgesamt 230 Hektar bis zu viermal jährlich gemäht werden, damit Navigationsanlagen und Schilder gut einsehbar bleiben“, erklärt Rainer Schlüter, Betriebsleiter der Flughafenmeisterei.

Das frisch gemähte Gras wird direkt zum Tierpark gefahren und dort verfüttert. Nur vor dem Elefantengehege dauert es etwas länger. Das Frischfutter wird hier zunächst gesiebt und auf nicht verträgliche Pflanzen für die Dickhäuter kontrolliert. Das dauert knapp eine Stunde, schließlich frisst ein Elefant allein rund 150 Kilogramm Gras. Bei neun Elefanten müssen die Tierpfleger knapp 1,5 Tonnen Gras durchsuchen.

Schon seit 40 Jahren beliefert der Flughafen die Tiere mit dem frisch gemähten Gras – und zwar kostenfrei. NJ


Futter für die Vierbeiner - vom Airport bis zum Tierpark:

Hamburg·Flughafen 2019-4