Komfortabel vom Parkplatz bis ins Flugzeug

Stressfrei in den Urlaub oder auf Geschäftsreise – diese Tipps machen’s möglich

Wo ist was vor und in den Terminals? (Grafik: horstwicke.de / s-i-s.de, Bearbeitung: Kloth)

Von der Parkplatzempfehlung und -buchung für die Anreise bis zum Einsteigen ins Flugzeug gibt es ein umfangreiches Serviceangebot und viele Möglichkeiten, dass der Reisekomfort schon vor dem Start beginnt.

Entspannte Anreise

Viele Infos über Lage, Belegung und Preise der Parkplätze am Flughafen gibt es auf der Internetseite des Flughafens. Auch die Extra-Stellplätze für Elektroautos (mit der Möglichkeit zum teils kostenlosen Aufladen des Wagens) werden angezeigt. Insgesamt stehen 12.000 Plätze zur Verfügung – für Kurzparker ebenso wie für Reisende, die ihren Wagen mehrere Wochen abstellen möchten. Unser Tipp: Wer seinen Parkplatz online bucht, spart! Abholer oder Bringer mit einem E-Fahrzeug parken übrigens eine Stunde lang kostenlos an den Parkscheinautomaten auf der Abflugvorfahrt. Amtliche Kennzeichnung (z. B. HH-HH 505E) und Parkscheibe sind dabei notwendig.

Bequeme Anreisemöglichkeiten aber gibt es auch per S-Bahn, mit dem Taxi oder einem der umweltfreundlichen Fahrdienste. Und für alle, die kein schweres Gepäck haben: Wie wäre es mal mit einer Anreise per StadtRAD? Seit ein paar Monaten existiert am Airport eine Mietstation.


Selbst das Gepäck aufgeben

Immer mehr Airlines bieten die automatische Gepäckaufgabe. Das Verfahren ist kinderleicht: Bordkarte einscannen, Koffer auf das Laufband stellen, Banderole aus dem Automaten entnehmen und am Koffer befestigen. Schon geht der Koffer auf die Reise. Aber keine Sorge: Wer Fragen hat oder sich unsicher fühlt, kann sich jederzeit an freundliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wenden. Folgende Airlines bieten den Service am Hamburg Airport: Lufthansa, Eurowings, Austrian Airlines, Swiss, Air France, KLM, SAS Scandinavian Airlines und easyJet.


Check-in: So geht’s

Alle, die noch nicht online bei ihrer Fluggesellschaft eingecheckt und die Bordkarte zu Hause ausgedruckt oder auf dem Handy gespeichert haben, sollten direkt zu den Check-in-Schaltern (Terminal 1 oder Terminal 2) für ihren Flug gehen. Sie erhalten dort ihren Boarding Pass, den sie an der Sicherheitskontrolle und am Boarding-Gate vorzeigen müssen.

Damit im Flugzeug kein Problem mit übervollen Gepäckfächern entsteht, bieten immer mehr Airlines je nach Buchungslage kurzfristig an, das Handgepäck kostenlos mitabzugeben. Wie groß und schwer es sein darf, variiert von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft. Daher sollte man sich vorher informieren, was als Handgepäck erlaubt ist. So vermeidet man Nachzahlungen am Flughafen. Gleiches gilt für aufgegebenes Gepäck.


Wie ein Profi durch die Sicherheitskontrolle

Routinierte Vielflieger kennen es: Ein wenig Vorbereitung hilft, den Weg durch die Sicherheitskontrolle so unkompliziert und komfortabel wie möglich zu gestalten. Das beginnt beim richtigen Packen des Handgepäcks, damit man den Laptop, Tablets oder größere Fotokameras sowie den verschlossenen 1-Liter-Beutel mit allen Flüssigkeiten (Packungsgrößen mit maximal 100 Milliliter) mit wenigen Handgriffen einzeln in die Ablageschalen legen kann. Auch Cremes und gelartige Substanzen, zu denen beispielsweise auch Nutella oder Honig gehören, gelten als Flüssigkeit.

Smartphone und Power-Bank dürfen im Handgepäck verstaut bleiben. Jacken, Mäntel und Kopfbedeckungen sollten rechtzeitig ausgezogen bzw. abgenommen werden. Eine „Brotzeit“ darf übrigens mit durch die Sicherheitskontrolle – Getränke müssen allerdings vorher entsorgt werden. Für Flaschen stehen „Spende Dein Pfand“-Boxen bereit.

Übrigens gibt es im Hamburg Welcome Center und an den Infoschaltern den Flyer „Was darf ins Gepäck?“.


Vor Abflug Einkaufsbummel

Kleidung, Accessoires, Kosmetik, Geschenke, Lebensmittel, Duty-free-Artikel oder Bücher und Zeitschriften – in mehr als 40 Shops vor und hinter der Sicherheitskontrolle ist für alle Fluggäste etwas dabei. Jedoch sollte bei aller Kauflust beachtet werden, welche Einfuhrbeschränkungen es möglicherweise im Ankunftsland gibt. Selbst innerhalb Europas gibt es von Land zu Land einige wenige unterschiedliche Bestimmungen – beispielsweise für die zugelassene Menge an Alkohol oder Tabakwaren. Im Zweifel empfiehlt es sich, rechtzeitig vor dem Flug im Reisebüro, Konsulat oder bei der Botschaft des Ziellandes nachzufragen. Hilfreich ist auch die Website des Zolls: zoll.de Und noch ein Hinweis: Passagiere, die anmeldepflichtige Waren und Wertgegenstände oder Bargeld ab 10.000 Euro aus Deutschland ausführen möchten, können dies am Counter des Zolls in Terminal 1 anmelden und Ausfuhrbescheinigungen beantragen.


Kostenloses Wasser für die Passagiere

An insgesamt fünf Trinkwasserspendern können die Passagiere ihren Durst stillen oder ihre eigenen, mitgebrachten Trinkflaschen mit gekühltem Wasser auffüllen. Je ein Trinkwasserspender steht im Sicherheitsbereich in der nördlichen und südlichen Fluggastpier sowie bei den Gates C09-C14. Zwei weitere wurden im Bereich der Gepäckausgabe aufgestellt.


„Ihr Flug ist zum Einsteigen bereit“

Auf der Bordkarte und natürlich auf den vielen Monitoren wird das Gate bekannt gegeben, an dem der jeweilige Flug startet. Es empfiehlt sich, rechtzeitig in den Wartebereich zu gehen, damit keine Hektik aufkommt und man möglicherweise seinen Namen plötzlich über den Lautsprecher hört.

Wenn das Flugzeug zum Einsteigen bereit ist, sollten Reisende ihre Bordkarte oder ihr Handy mit dem Code und ihren Ausweis bereithalten. Auch auf die Ansagen sollten sie achten: Einige Fluggesellschaften teilen die Passagiere in unterschiedliche Boarding-Gruppen ein, damit das Einsteigen reibungsloser funktioniert. Eine Besonderheit sind die sogenannten Walk-in-walk-out-Gates (WiWo). Dort gehen die Passagiere ein kurzes Stück über das Vorfeld direkt zum Flugzeug und können – je nach Sitzplatz – vorn oder hinten einsteigen.


Reisen mit den Kleinsten

Kinderwagen und Buggys müssen am Sperrgepäckschalter aufgegeben werden. Für die Zeit bis zum Boarding stellt Hamburg Airport kostenlos Leihbuggys zur Verfügung. Am Gate können sie Passagiere einfach stehen lassen.


Alle Fotos: Penner

Hamburg·Flughafen 2019-4