Startbahn frei für die Karriere

Am Flughafen haben 17 neue Auszubildende angefangen - zwei erstmals bei der Feuerwehr

Nele Ditmmer und Sören Petersen haben ihre Ausbildung bei der Flughafenfeuerwehr begonnen (Foto: Penner)

Sie wollen Elektroniker, Industriemechaniker, Kfz-Mechatroniker, Fachinformatiker, Industriekaufleute, Servicekaufleute im Luftverkehr werden – und zwei von ihnen auch Feuerwehrleute! Im August haben 17 junge Menschen ihre ersten Schritte ins Berufsleben am Hamburg Airport gemacht, unter ihnen auch drei Duale Studentinnen mit der Fachrichtung Betriebswirtschaft.

Erstmals bildet die Werkfeuerwehr des Flughafens dieses Jahr künftige Mitarbeiter selbst in einem dreijährigen Programm aus, darunter die jetzt zweite Feuerwehrfrau überhaupt am Hamburger Flughafen. Während der Bewerbungsphase haben sich die beiden Neuzugänge der aktuell 85-köpfigen Mannschaft unter anderem in einem Sporttest gegen 40 Mitbewerber durchgesetzt. Zunächst durchlaufen sie jetzt eine 18-monatige handwerkliche Ausbildung in Kooperation mit mehreren Ausbildungszentren und Innungen – denn eine abgeschlossene Ausbildung in einem Handwerksberuf ist bei der Feuerwehr Pflicht. Im Anschluss startet die feuerwehrtechnische Ausbildung an der Feuerwehrakademie Hamburg, zu der zum Beispiel auch die Ausbildung zum Rettungssanitäter gehört. „Wir haben bei den beiden schnell gemerkt, dass sie richtig Lust darauf haben, diese Ausbildung zu machen“, sagt Alexander Tuman, stellvertretender Leiter der Flughafenfeuerwehr. „Das notwendige Durchhaltevermögen bringen sie mit.“

Die Zahl der Ausbildungsplätze wächst

Den Fachkräftemangel spürt auch der Flughafen. „Die beste Lösung ist für uns, den Nachwuchs selbst auszubilden“, sagt Vanessa Sauer, Leiterin des Ausbildungsressorts am Flughafen Hamburg. Die Zahl der Ausbildungsplätze ist übrigens gestiegen. In diesem Jahr kamen neben den Plätzen bei der Feuerwehr auch ein weiterer bei den KFZ-Mechatronikern hinzu sowie einer als Fachinformatiker. 2020 soll die Zahl der Azubis um vier weitere auf insgesamt 21 steigen, dann mit unter anderem vier Feuerwehr-Azubis. „Unsere Auszubildenden geben immer wieder Rückmeldung, wie abwechslungsreich und vielfältig die Arbeit hier ist“, ergänzt Vanessa Sauer. „Sie erhalten einen umfassenden Einblick hinter die Kulissen, lernen das Flughafengelände schnell kennen und sind immer ein wichtiger Teil des jeweiligen Teams, in dem sie eingesetzt werden. Die Ausbilder nehmen ihren Bildungsauftrag sehr ernst, das spüren unsere Nachwuchskräfte.“

In den ersten Monaten absolvieren die aktuellen Neuzugänge zunächst Einführungsseminare. Dann beginnen die ersten Unterrichtsblöcke an den Berufsschulen, gefolgt von den praktischen Einsätzen. MaL


Wer sich für eine Ausbildung oder ein Duales Studium am Hamburg Airport interessiert, findet hier weitere Informationen.

Hamburg·Flughafen 2019-4