Heimat Hamburg: Vier Generationen in Langenhorn

Im Jahr 1931 baute Knud Holtvoeths eine Doppelhaushälfte im Norden Hamburgs

Knud und Hildegund Holtvoeth in ihrem Garten (Foto: Penner)

Spaziergänge zum Flughafen gehörten in seiner Kindheit in den 1950ern zum Sonntagsprogramm der Familie, erzählt Knud Holtvoeth aus Hamburg-Langenhorn, vor allem, wenn Besuch da war. Während am zwei Kilometer entfernten Hamburg Airport die ersten Super Constellations Richtung Amerika starteten, konnte die Familie aus dem Garten noch manchmal Rehe beobachten, rundherum waren nur Felder. Die Doppelhaushälfte in der Gartenstadt Siemershöhe hatte der Großvater 1931 gebaut. Knud Holtvoeths Mutter wuchs hier auf, er selbst ebenso wie später auch seine Kinder, von denen zwei mit dem eigenen Nachwuchs wieder ganz in die Nähe gezogen sind.

So sah es am Flughafen in den 1950ern aus, als Knud Holtvoeth noch ein Kind war. Links eine Convair, rechts eine Lockheed Super Constellation. Im Hintergrund: das 1929 erbaute Empfangsgebäude - Foto: Hamburg Airport Archiv

Einiges hat sich verändert: Statt Ju 52, wie zu Zeiten seiner Großeltern, oder Super Connies in den Fünfzigern und Sechzigern starten und landen heute Jets, darunter auch die A380. „Da wird es im Sommer kurzzeitig sehr schattig“, erzählt Ehefrau Hildegund, denn die Siedlung liegt genau unter der Anflugrichtung. An die Geräuschkulisse hat sie sich inzwischen gewöhnt, Ehemann Knud sowieso, auch wenn sie im Sommer auf der Terrasse manches Gespräch kurz unterbrechen müssen. Aber: „Wir schlafen bei offenem Fenster, und ich höre morgens nicht jedes einzelne Flugzeug“, sagt Knud Holtvoeth. Ein Umzug kommt jedenfalls nicht in Frage. MaL

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