Heimat Hamburg: Zeitzeugen erzählen

Seit der Kindheit war und ist der Flughafen Teil ihres Lebens

Harry Bahnemann im Jahr 2011 mit einem Foto von Hangar B (l.) und Gerd Südhaus 2019 in einem Gepäckschlepper (r.) (Fotos: Platzer und Penner)

Aufgewachsen auf dem Flughafen

Flugtag in Hamburg Anfang der 1930er - Foto: Hamburg Airport Archiv

Harry Bahnemann (†) wuchs auf dem Flughafengelände auf, denn sein Vater arbeitete als Oberwerkmeister für die damalige Luft Hansa. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges lebte die Familie in einer Dienstwohnung im Seitenbau der Flugzeughalle B, oft musste Vater Bahnemann auch nachts arbeiten. Den Hangar nutzte die Fluggesellschaft für ihre Flugzeuge, Werkstätten, Lager und Büros. „Unsere Wohnung hatte einen unglaublich langen Flur. Ich weiß noch, dass ich dort Fahrrad fahren konnte“, erinnerte sich Harry Bahnemann 2011. Begeistert war er als Kind von den oft stattfindenden Flugtagen, inklusive Kunstflugvorführungen. MaL

Ein Teil seines Lebens

Gerd Südhaus 1975 auf dem Flughafenvorfeld - Foto: privat

41 Jahre war Gerd Südhaus (69) am Hamburg Airport beschäftigt, die längste Zeit als Kontrollwagenfahrer. „Ich bin schon als kleiner Junge allein hierhergekommen, um meinen Vater zu besuchen. Er hat hier zunächst als Kofferträger gearbeitet, dann für die Luftbrücke, als Follow-Me-Fahrer und später als Lademeister“, erinnert sich der Langenhorner. „Es gab noch viele einmotorige Privatflieger, die nicht über Funk verfügten. Für diese Flugzeuge wurden am Tower Schilder mit Zahlen montiert, die den Piloten den Weg weisen sollten. Für Startfreigaben wurden rote und grüne Lichtpistolen eingesetzt – kein Vergleich mit der heutigen Kommunikationstechnik.“ NJ


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